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Welche Diät ist die beste?Vergessen Sie Diäten, vor allem einseitige Blitz- und Crash-Diäten, denn sie schaden mehr als sie nutzen! Fragen Sie sich "Bin ich wirklich zu dick oder bilde ich mir das nur ein"? Schlankwerden um jeden Preis - gerade Frauen jagen häufig einem unrealistischen Körperbild hinterher - mit Hungern, Kalorienzählen und gefährlichen "Wunderpillen" ist höchst selten erfolgreich und niemals gesund. Aber warum ist da so? In den ersten Tagen einer Diät nimmt man deshalb schnell ab, weil der Körper vor allem Wasser verliert, ein Scheinerfolg also. Der gewünschte Erfolg beim Abnehmen ist für die meisten in der Regel das schnelle Abnehmen! Und das ist bereits der entscheidende Fehler. So wie sich "Röllchen" nicht über Nacht angesetzt haben, so verschwinden sie auch nicht auf die Schnelle. Wer dauerhaft schlank werden und bleiben will, muss dafür einen längeren Zeitraum veranschlagen. Ein halbes Kilo Gewichtsverlust pro Woche ist vollkommen ausreichend. Wenn Sie eine einseitige Diät ( wie z.B. die Zitronensaftkur) länger machen, fehlen Ihnen wichtige Nährstoffe und Vitamine. Der Körper greift seine Eiweißreserven an, das schwächt die Muskeln, schlimmstenfalls auch den Herzmuskel. Und: Sobald Sie wieder normal essen, kommen die Pfunde zurück, oft sogar mit Zinsen (Jo-Jo-Effekt). Aber was kann man tun, um schlank zu werden und zu bleiben? Sich Wohlfühlen im eigenen Körper heißt die Devise. Dafür gibt es ein einfaches Konzept - anders essen und sich mehr bewegen, um den Stoffwechsel auf Touren zu bringen! Die allerwichtigste Botschaft dabei: Weniger Fett und ausreichend kohlenhydratreiche Lebensmittel essen! Die Dickmacher von einst wie z.B. Kartoffeln und Brot sind die Fit- und Sattmacher von heute. Denn: Eine Studie der Universität Göttingen (Pudel & Ellrott) hat neue Erkenntnisse in punkto Abnehmen gebracht: Fett spielt die entscheidende Rolle! Diäten, die auf Kalorienzählen aufbauen, also die Gesamtenergie reduzieren bringen langfristig wenig. Wer dagegen beim Essen einfach nur Fett reduziert, d.h. fetthaltige Lebensmittel durch fettärmere ersetzt hat gute Chancen schlanker zu werden und vor allem auch zu bleiben! Denn: Der Körper verwertet Fett und Kohlenhydrate unterschiedlich. Kohlenhydrate werden nur selten in Fett umgewandelt. Überschüssiges Fett hingegen speichert der Körper im Fettgewebe. Außerdem: Für das Sättigungsgefühl ist Fett gar nicht zuständig - deshalb sättigt zum Beispiel Magerquark genauso gut wie Sahnequark. Die besten Sattmacher sind aber Kohlenhydrate: Kartoffeln, Nudeln, Gemüse, Obst, Brot und Reis sind außerdem sehr voluminös, (man hat viel auf dem Teller) daher hat man kaum das Gefühl weniger zu essen als sonst und fühlt sich weniger in der Lebensqualität eingeschränkt. Wie funktioniert dieses "Weniger Fett" -Prinzip denn konkret? Was muss man beachten? Die gute Nachricht zuerst: Sie können sich immer satt essen und müssen auf nichts verzichten, was die Lebensfreude und den Genuss einschränkt, im Gegenteil.
Hier die wichtigsten Tipps: Das Fett muss weg - erstmal vom Teller! Nur 60 bis 70 Gramm am Tag sollten es sein und die sind schnell erreicht. (Eine Currywurst mit Pommes hat schon mehr als die Hälfte davon). Nehmen Sie nicht mehr als 30 bis 40 Gramm als Streich- und Kochfett. Reduzieren Sie den Fettgehalt ihrer Lebensmittel wie Käse, Wurst, Milch und Joghurt um eine Stufe. Beispiel: Kaufen Sie statt einem 40% -igen Edamer jetzt den mit 30 Prozent. Oder: Statt Creme fraîche, lieber saure Sahne nehmen. Wichtig: Sie müssen nicht auf die absolute Magerstufe reduzieren. Eine Stufe tiefer reicht. Sie nehmen ab, ohne auf Genuss verzichten zu müssen. Essen Sie sich satt an Kohlenhydraten wie Kartoffeln, Nudeln, Reis und Vollkornprodukten. Diese stärkereiche Lebensmittel sind praktische fettfrei, haben mehr Volumen und sättigen gut. Nehmen Sie fünf am Tag - und zwar fünf Portionen buntes frisches Obst und Gemüse. So bekommen Sie täglich die wichtigsten natürlichen Vitamine und positiven Vitalstoffe. So bleiben Sie gesund, fit und bei Wohlbefinden. Gerade jetzt gibt es tolles knackiges Wintergemüse- und Obst aus der Region! Es gibt keine gesunden oder ungesunden Lebensmittel: Auch 2 bis 3 mal Fleisch in der Woche sind o.k., schneiden Sie aber unbedingt die Fettränder ab. Süßigkeiten sind kein Tabu! Wichtig: Statt Schokolade (1 Tafel hat 35 Gramm Fett) lieber fettfreie Weingummis oder Russisch Brot wählen. Trinken Sie genug - mindestens 2 Liter am Tag, am besten Mineralwasser! Besonders beim Alkohol wird gern ein Auge zugedrückt! Greifen Sie auf alkoholfreie oder alkoholreduzierte Getränke zurück, die schmecken genauso gut. Schluss mit starren Verboten: Der Vorsatz "Nie wieder Süßes" lässt Sie garantiert nur an Pralinen und Sahnetorte denken. Planen sie ruhig etwas Schokolade oder ein paar Kekse ein. Totaler Verzicht führt nur zum Misserfolg. Laufen oder mal etwas Walking statt Busfahren. Wenn Sie gar keine Zeit für Sport freischaufeln können: Bauen Sie so oft wie möglich kleine Bewegungsaktivitäten in Ihren Alltag ein!Seitenanfang |
1. angepasste EnergiezufuhrDen täglichen Energiebedarf kann man ganz einfach mit folgender Formel berechnen: Energiebedarf = Grundumsatz + Leistungsumsatz
Beispiel Für einen 70 kg schweren Menschen, der überwiegend sitzende Tätigkeiten ausübt, lässt sich der Energiebedarf folgendermaßen berechnen: Grundumsatz Normalgewicht in kg x 24 Std. (=70 x 24) 1680 kcalLeistungsumsatz 1/3 des Grundumsatzes 560 kcaltäglicher Energiebedarf 2240 kcal Der Leistungsumsatz ist von der körperlichen Betätigung abhängig. Er kann je nach Art der Aktivität, z.B. bei Schwerarbeitern oder Hochleistungssportlern, auf ein Vielfaches des Grundumsatzes ansteigen.Die tägliche Energiezufuhr sollte den Kalorienverbrauch um 1/3 unterschreiten. Je nach Alter, Größe, Ausgangsgewicht und Geschlecht bedeutet das eine tägliche Kalorienzufuhr von 800-2000 kcal pro Tag. BeispielBei einem täglichen Energiebedarf von 2240 kcal (s. oberes Beispiel) sollte man 2240 kcal x 2/3 = ca. 1500 kcal zu sich nehmen. Erst wenn man 7000 kcal eingespart hat, verliert man ein kg Körperfett, das bedeutet bei der oben empfohlenen Energiezufuhr ca. ein kg Gewichtsabnahme pro Woche. Dies kommt Ihnen vielleicht sehr wenig vor, eine schnellere Gewichtsreduktion ist aber langfristig nicht sinnvoll, da sonst neben dem Fett auch Muskelmasse und Körperwasser verloren gehen, was wiederum den Grundumsatz senkt.. Haben Sie ihr Normalgewicht ( = Körpergröße in cm - 100 +/- 10%) erreicht, sollten Sie darauf achten, dass die aufgenommene Energiemenge und der tägliche Energieverbrauch sich in etwa die Waage halten. Seitenanfang |
2. ausgewogene Nährstoffverteilung Wünschenswerte Nährstoffzusammensetzung der täglichen Nahrung
Eiweiß 10-15 % Fett 25-30 %Kohlenhydrate 55-60 %Dies bedeutet vor allem eine Reduktion der täglichen Fettzufuhr! Ausgewogene, an den Tagesablauf angepasste Verteilung auf 5-6 kleine Mahlzeiten, um Heißhunger zu vermeiden und leistungsfähig zu bleiben. geeignete Auswahl der Lebensmittel unter Berücksichtigung des Energiegehaltes:
Eiweiß 1 g = 4 kcal (17 kJ)Kohlenhydrate 1 g = 4 kcal (17 kJ)Alkohol 1 g = 7 kcal (30 kJ)Fett 1 g = 9 kcal (38 kJ) 1 g Fett liefert mehr als doppelt so viel Energie wie 1 g Kohlenhydrate. Man kann also durch eine Reduktion des täglichen Fettkonsums am besten Kalorien sparen! 1g Alkohol hat fast doppelt so viel Kalorien wie 1g Kohlenhydrate. Minimieren Sie also Ihren Alkoholkonsum! Meiden sie "leere Kalorien" wie Süßigkeiten, Speiseeis, Weißbrot! Sie haben einen hohen Energiegehalt bei geringem Nährstoffgehalt, also eine geringe Nährstoffdichte. |
3. fettreduzierte Kost Aufgrund des hohen Kaloriengehaltes von Fett ist Fetteinschränkung das A und O der Gewichtsabnahme. Pro Tag sollten statt der heute üblichen 100-140 g Fett nur etwa 70-80g Fett verzehrt werden. Tierische Lebensmittel Pflanzliche Lebensmittel Sichtbares Fett Butter, Schmalz, Speck Margarine, Öl Verstecktes Fett Fleisch, Wurst, Wild, Geflügel, Fisch, Eigelb, Soßen, Milch, Milchprodukte (Käse, Quark, Joghurt) Sahne, Creme fraiche, Schokolade Nüsse, Kerne, Samen, Oliven, Avocados, Sojabohne 80 g Fett am Tag sollten auf 1/3 Streichfett (ca. 1 Hotelpackung Butter), auf 1/3 Fett für die Speisenzubereitung (ca. 2 Esslöffel Öl) und 1/3 verstecktes Fett verteilt werden. Während sich die sichtbaren Fette noch gut einplanen lassen, bereiten gerade die versteckten Fette Schwierigkeiten. Fettarme Zubereitungsarten verwenden: Römertopf, Bratschlauch, Grillen, beschichtete Pfannen, beschichtetes und fettaufsaugendes Backpapier, Mikrowelle, Alufolie - Bei Saucen und Suppen das erstarrte Fett abschöpfen (vorher kaltstellen)
- Reichlich Kräuter und Gewürze statt Fett
- Salate mit Essig und Joghurt oder mäßig Öl statt mit Creme fraiche oder Mayonnaise anmachen
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4. Auswahl der Fette Ja! Ein zu hoher Anteil an gesättigten Fettsäuren in der Nahrung hemmt die körpereigene Fettsäureproduktion. Dies hat einen reduzierten Energieverbrauch und eine gesteigerte Einspeicherung der aufgenommenen Fette zur Folge. Das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen kann durch eine erhöhte Zufuhr von ungesättigten Fettsäuren bei gleichzeitiger Reduktion des Gesamtnahrungsfettes deutlich gesenkt werden. Daher sollten auf Ihrer Speisekarte ein Teil der Nahrungsmittel mit gesättigten Fettsäuren durch solche mit einem hohen Anteil an einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren ersetzt werden.- tierische Fette wie z.B. Butter, Speck, Schmalz, Talg meiden.
- pflanzliche Fette mit einem hohen Anteil an einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren z.B. Olivenöl, Margarine ( mit der Zusatzbezeichnung "ohne gehärtete Fette"), Distelöl, Maiskeimöl, Sonnenblumenöl als Streich-, Brat- und Backfett bevorzugen.
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5. Ballaststoffreiche Ernährung - Ballaststoffreiche Nahrungsmittel besitzen einen höheren Sättigungsgrad, regulieren die Verdauung und stärken die Kaumuskulatur. Sie gehören daher zu jeder ausgewogenen Ernährung unbedingt dazu.
Besonders viele Ballaststoffe sind in folgenden Nahrungsmitteln enthalten: - Alle Vollkornprodukte wie z.B. Vollkornbrot, Vollkornteigwaren, Naturreis, Getreide
- Gemüse, Rohkost, Obst
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