Klimakterische Beschwerden kennen Frauen nicht erst seitdem der Zusammenhang zwischen bestimmten vegetativen Symptomen und einem peri- bzw. postmenopausalen Sexualhormon-Defizit aufgeklärt worden ist. Auch früher schon wusste man sich zu helfen: Die lindernde Wirkung verschiedener Pflanzenextrakte bei Wechseljahresbeschwerden wie z.B. von Agnus castus und Cimicifuga sind seit alters her bekannt. Allerdings fehlt solchen Behandlungsmethoden die präventive Komponente hinsichtlich der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Entwicklung einer Osteoporose, wie sie nachgewiesenermaßen bei einer Substitutionstherapie mit Östrogenen erreicht wird. Darüber hinaus werden teilweise auch Behandlungsmethoden mit selektiven Östrogenrezeptor-Modulatoren (SERMs), mit Tibolon und mit Dehydroepiandrosteron (DHEA) propagiert.
Die Naturheilkundliche Behandlung in den Wechseljahren versucht eine Hormongabe zu umgehen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind:
- kein erhöhtes Osteoporose-Risiko
- die Knochendichtemessung (Osteodensiometrie) ist im Normalbereich
- ausreichend Bewegung ist möglich
- Calciumreiche Ernährung ist gewährleistet
- Jährliche Verlaufskontrollen der Knochendichtemessung
Zur Behandlung klimakterischer Beschwerden gibt es eine große Palette von naturheilkundlichen und homöopathischen Medikamenten, die für unterschiedliche Beschwerdekombinationen einsetzbar sind. Zusätzlich ist nach naturheilkundlicher Auffassung die Behandlung einer Gewebeübersäuerung der Grundpfeiler einer Osteoporoseprophylaxe und verbessert schon ohne Zusatzmaßnahmen die klimakterischen Beschwerden. Wichtige Pfeiler einer Naturheilkundlichen Behandlung sind weiterhin die Orthomolekularmedizin (hier vor allem Vit.A,D,C,E und Calcium) und pflanzliche Hormonersatzstoffe, z.B. die Phytoöstrogene Cimicifuga und Genistein. Weitere Informationen zu naturheilkundlichen Produkten finden Sie im MedichiShop. Zusätzliche Behandlungsinformationen hier.