Eine Depression ist kann eine lebensgefährliche Erkrankung werden, die unbedingt und möglichst früh behandelt werden sollte. Die Suizidrate bei depressiven Patienten liegt bei 10%, außerdem ist auch die Gesamtsterblichkeit aufgrund der verschiedenen begleitenden körperlichen Erkrankungen hoch.
Die Ursachen sind sehr vielschichtig, neben einem reaktiven Anteil auf einschneidende Lebensereignisse gibt es Depressionsformen, die vor allem genetisch (endogen) bedingt sind.
Depressionen treten häufig auf, etwa jeder sechste Einwohner in den Industrienationen erkrankt einmal im Leben an dieser seelischen Störung. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer, die als Reaktion auf psychische Probleme eher den Ausweg in die Sucht (Alkohol) suchen.
Die Leitsymptome einer Depression sind eine depressive Stimmung, der Verlust von Freude oder Interesse sowie eine erhöhte Ermüdbarkeit. Andere häufige Symptome sind eine verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit, ein vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Schuldgefühle oder Gefühle von Wertlosigkeit, negative und pessimistische Zukunftsperspektiven, Suizidhandlungen oder Gedanken daran, Schlafstörungen und ein verminderter Appetit.
Zur Therapie von Depressionen sollte immer an eine psychotherapeutische Behandlung gedacht werden, die mit einer medikamentösen Therapie kombiniert werden kann. Zur medikamentösen Behandlung werden chemische Arzneimittel (z.B. Trizyklische Antidepressiva) sowie Phytotherapeutika (pflanzliche Mittel) angewandt. Außerdem gibt es Erfolge durch Schlafentzugsbehandlungen. Auch Melatonin und Tryptophan werden angewendet, um den gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus zu normalisieren. Je nach Studienansatz wird die Wirksamkeit der unterschiedlichen Therapieformen unterschiedlich gewertet. Bei 70 bis 80% der Erkrankten kann mit einer Therapie mit synthetischen Antidepressiva bei der Erstbehandlung ein guter Erfolg erzielt werden. Johanniskrautpräparate reichen bei leichten bis mittelschweren Depressionen oft aus und sind fast nebenwirkungsfrei. Der neu in Deutschland eingeführte, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Sertalin soll weniger Nebenwirkungen aufweisen als trizyklische Antidepressiva bei gleicher Wirksamkeit.
Naturheilkundliche Behandlung der Depression
Die Naturheilkunde vermag eine Reihe von depressiven Störungen mit Erfolg und in der Regel nebenwirkungsfrei zu behandeln. Aus der Phtytotherapie werden vor allem das Hyperforin und Hypericin des Johanniskrauts angewendet, ausserdem ist eine Behandlung mit Tryptophan-Abkömmlingen erfolgversprechend. Die Ordnungs-, Ernährungs-, Bewegungs- und Klimatherapie sind ebenfalls sinnvoll. Weiterhin gibt es Erfahrungen mit der Anwendung von TCM (Traditionell Chinesische Medizin) und Akupunktur, die vielversprechend sind